Mein Jakobsweg Tag #9

Der Tag beginnt wie der letzte aufgehört hat. Mit einer stark befahrenen Straße an der ich mich im Bankett Schritt für Schritt entlang hantle. Ganz toll. Was ich mir dabei denke, als ein LKW nach dem anderen an mir vorbeizieht, schreib ich hier lieber nicht. Nach einer ewig scheinenden Schinderei hat zum Glück auch diese Straße ein Ende und ich befinde mich in Lambach, wo ich mir auf diese Anstrengung erst mal ein leckeres Frühstück gönne. Nach kurzer Rast und mit einer ordentlichen Ladung neuer Energie mach ich mich am Ufer der Traun, endlich mal abseits von jeglichen Straßen auf den Weg nach Attnang-Puchheim. Nach einiger Zeit wird aus dem Fluss der Bach, Ager, und führt mich immer weiter in die Natur. Der Weg schlängelt sich durch kleine Wälder, wo keine lärmenden Stadtgeräusche mehr zu hören sind. Nur das Plätschern des Baches, das Summen diverser Insekten und das Rascheln der Blätter im Wind. Einfach nur herrlich.

Nach einigen Stunden und einer wirklich weiten Strecke erreiche ich Attnang-Puchheim, wo ich aus der puren Natur wieder zurück in die Stadt komme.

Jetzt trennen mich nur noch ein paar Kilometer von meinem Zielort und meiner heutigen Unterkunft. Durch die Stadt geht es hauptsächlich vorbei an Wohnhäusern. Da gibt es nicht viel zu sehen. Und wie sollte es auch anders sein, führen mich die letzten Kilometer über eine stark befahrene Bundesstraße bis nach Vöcklabruck. Da ich eigentlich nichts lieber als duschen und danach ins Bett möchte, blende ich die Strecke durch die Innenstadt fast vollkommen aus, bis ich schließlich an meiner Schlafstätte ankommen, dem Mutterhaus der Franziskanerinnen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch eine an der Pforte positionierten Klosterschwester, fülle ich den nötigen Papierkram aus und schon bekomm ich mein Zimmer gezeigt. Ein Bett, eine Möglichkeit zu duschen, Bademantel und Hausschuhe sowie Obstsäfte und Wasser – was will man mehr? Dann ergreife ich die Möglichkeit, meine gesamte Wäsche zu waschen, was mal wieder echt nötig ist, und dann noch mich selbst – was auch echt nötig ist. Jetzt kann ich mich schon auf das morgige Frühstück freuen. Morgen geht’s weiter.

Tagesübersicht:

Weg: Wels – Lambach – Attnang Puchheim – Vöcklabruck

Strecke: 28,2 km

Schritte: 37.103

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