Mein Jakobsweg Tag #3

Tag 3 beginnt für mich definitiv nicht wie erwartet. Die Nacht war kalt und feucht, was mir nicht gerade einen erholsamen Schlaf bescherte. Wie schon die Tage zuvor mach ich mich wieder auf den Weg durch unzählige Mais- und Getreidefelder. Was ganz Neues.

Umso näher ich dem städtischen Gebiet komme, desto mehr werden die Feldwege zu Straßen, was den Fußsohlen und Knien ganz und gar nicht gut tut. Da mein heutiger Weg dadurch letztlich zu 90% aus Asphalt besteht, zwinge ich mich an meine Schmerzgrenze. Die trockene Hitze trägt nicht gerade zur Besserung dieses Umstandes bei. Als ich endlich die Stadt St. Pölten wieder verlasse, kämpfe ich mich Schritt für Schritt durch die nächsten kleineren Ortschaften im Wechsel mit riesigen Feldern. Als die Schmerzen im Knie fast nicht mehr auszuhalten sind, muss ich mich für heute geschlagen geben und mache mich auf die Suche nach der nächstmöglichen Unterkunft, die ich im Gasthof „Zur Post“ der Familie Wegl, in Prinzersdorf, finde. Ein Bier im schattigen Gastgarten und eine Dusche – das tut gut. Um meinen Beinen auch etwas Gutes zu tun, kommt die Faszienrolle zum Einsatz – schmerzhaft, aber effektiv. Schnell noch T-Shirts und Socken waschen, damit mein Geruch morgen zumindest auf die ersten Kilometern besser ist.

Mit diversen Salben und Topfenwickeln werd ich versuchen, bis morgen wieder fit zu sein, um meine Tagesleistung halten zu können. Und dann bald schlafen. Morgen sehen wir weiter.

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